Traumatherapie

Was ist ein Trauma?

In Bezug auf die Psyche bedeutet Trauma nichts anderes als Wunde. Diese Wunde ist nicht das belastende Ereignis an sich, sondern das Resultat davon bzw. die Reaktion darauf. Die Reaktion wird vom Vegetativen Nervensystem im Mittelhirn gesteuert und äußert sich in Flucht/Kampf/ Erstarrung/Vermeidung/Anpassung/Dissoziation. Das Großhirn bewertet diese Situation mit Glaubenssätzen wie z.B. „Ich bin wertlos“, „Ich muss sterben“ o.a. Das Ereignis ist meist so schmerzhaft (oftmals mit Todesangst gleichzusetzen), dass diese Strategien greifen, um den Schmerz nicht aushalten zu müssen. Der Schmerz, sowie oft auch die Erinnerung an das Ereignis, wird abgespalten und nicht verarbeitet. Gefühle wie Allein sein, Hilflosigkeit, Kontrollverlust, Ohnmacht sind von großer Bedeutung, wenn es um Traumata geht. In der Theorie werden das Monotrauma (z.B. Unfall, Naturkatastrophen) und das Entwicklungstrauma unterschieden. Im Rahmen der psychotherapeutischen Betreuung in meiner Praxis liegt der Schwerpunkt in der Behandlung von Entwicklungstraumata. Nicht jeder erlebt ein Ereignis als gleichermaßen traumatisch. Um ein Trauma zu verarbeiten und die Erinnerung zu integrieren braucht es Liebe, Geborgenheit und Zuwendung – also eine gesunde Form von Bindung. Das sind Ressourcen, die dem menschlichen Gehirn und dem Nervensystem ermöglichen mit Schmerz umzugehen. Erfährt ein Kind im Mutterleib oder im Säuglingsalter einen Mangel an Liebe und Zuwendung, da die Eltern vielleicht selbst traumatisiert, bindungsgestört, überfordert, angstbesetzt oder sehr gestresst sind, ist es wahrscheinlich, dass im weiteren Leben die belastenden Ereignisse als traumatisch empfunden werden und so Einfluss auf die Entwicklung und späteres Verhalten nehmen. Das Gehirn ist bei der Geburt noch nicht entwickelt und lernt mit allem, was kommt. Eben auch mit negativen Einflüssen. Da der Schmerz und die Erinnerung verdrängt wurden und das Gehirn weder Vergangenheit noch Zukunft kennt, denkt es auch Jahre später noch in bestimmten Situationen, dass das Trauma gerade erst stattfindet. Anders herum ist es in der Lage, dieses Trauma auch viele Jahre später einfach aufzulösen.

Häufige Beschwerden bei Traumata

Symptomen und Verhaltensauffälligkeiten im Überblick

Psychische Themen/Belastungen oder auch Traumata können zu verschiedenen körpertherapieresistenten Symptomen und Krankheitsbildern und/oder Verhaltensauffälligkeiten führen:

  • Depressionen/Ängste/Panikattacken
  • Hormonstörungen
  • Erschöpfungssyndrome/Burn Out
  • Fibromyalgie
  • Schlafstörungen
  • Zähne knirschen
  • Migräne
  • Autoimmunerkrankungen
  • Essstörungen
  • Beziehungsunfähigkeit
  • Selbstzerstörerisches Verhalten
  • PTBS

Wenn Sie sich zudem fragen, ob Sie traumatisiert sind, schauen Sie doch, ob Sie folgende Kompensationsmechanismen begleiten:

  • Mangelnder Selbstwert
  • Missbrauch von Substanzen wie Nikotin, Alkohol, Drogen
  • Spielsucht
  • Arbeitssucht bzw ständig irgendwas tun müssen, um nicht in ein „Loch“ zu fallen
  • Beziehungsschwierigkeiten
  • Vermeidungsverhalten oder Anpassung
  • Sie wollen es allen recht machen
  • Angst davor, erwachsen zu werden
  • Essstörungen
  • Erkrankungen, für die es keine Erklärung gibt
  • Perfektionismus

Wie sieht die Traumatherapie in meiner Praxis aus?

In meiner Praxis durfte ich die Erfahrung machen, dass eine erfolgreiche Traumatherapie in den meisten Fällen eine gesunde Energieproduktion des Körpers voraussetzt. Die Mechanismen, die man im Laufe des Lebens entwickelt, um traumatische Anteile im Unterbewußtsein zu verschließen, gehen auf Kosten der körperlichen Energiebilanz. Aus diesem Grund gehen mit einer traumatischen Last im System auch gern körperliche Symptome einher, die auf einen entgleisten Stoffwechsel bzw auf einer hormonelle Dybalance schließen lassen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass zuerst oder parallel eine Stoffwechselsanierung notwendig ist, um das Verborgene wieder nach oben holen und anzuschauen. Aus diesem Grund nehme ich ausschließlich Patienten für die Traumatherapie an, die bereit sind, ihren Stoffwechsel und somit ihre Energieproduktion zu regulieren. Mehr dazu unter Stoffwechsel & Hormone

Ich arbeite mit mit dem Comprehensive Resource Model (CRM). Eine Methode, die vorhandene Techniken wie EMDR, Somatic Experiencing, Atemtherapie u.a. verbessert und kombiniert hat. Entwickelt wurde die Methode von Lisa Schwarz, einer Psychologin in den USA. CRM erlaubt dem Klienten ohne Retraumatisierung mit seinem so schmerzhaften Ereignis in Kontakt zu treten. Das funktioniert, in dem während der Sitzung, neuro-physiologische Ressourcen (quasi eine Aufrüstung) aufgebaut werden, die das Gehirn als Liebe, Zuwendung und Bindung abspeichert und somit die Kraft hat, sich dem zu stellen. Nur so wird es möglich, Todesangst und andere unerträgliche Affekte zu fühlen bzw. sich daran zu erinnern.  Erst dann kann man es verändern und integrieren. Und da das Gehirn, wie gesagt, weder Vergangenheit noch Zukunft kennt, entsteht eine Reaktion als wäre es nie geschehen. Auch werden während der Sitzung, die Vermeidungsmuster – die jeder entwickelt , um ja nicht noch einmal mit seinem Trauma in Berührung zu kommen – ausgeschaltet. CRM erlaubt es, bis ganz in die Tiefe zu gehen. Und hier besteht der Unterschied zu herkömmlichen Gesprächstherapie, denn diese hört meistens beim „Erkennen“ auf, sorgt aber nicht dafür, dass die eigentliche Reaktion im Gehirn verändert bzw unterbrochen wird. Ein weiterer Unterschied ist auch, dass Re-Traumatisierung in der Sitzung nicht stattfindet. CRM ist ein kraftvolles Instrument, in Körper, Geist und Seele die Voraussetzungen zu schaffen, sein höchstes Lebensziel zu verwirklichen. CRM greift eindeutig zu und löscht den Ursprung der Sekundenbruchteile des unerträglichen Affekts, die zu Abwehrreaktionen führen, die zu lebensbeeinträchtigenden Symptomen, Süchten und einer Trennung von sich selbst und anderen führen. Die Möglichkeit, neurobiologische Trümmer aus dem Nervensystem zu entfernen, ebnet den Weg für eine positive Neuroplastizität und persönliche Erweiterung, unabhängig davon, ob diese als spirituell oder anderweitig betrachtet wird und welche getrennt von der eigenen Geschichte von Schmerz und Verwundung ist. Weitere Informationen zu dieser Methode finden Sie unter www.crm-traumatherapie.de oder www.comprehensiveresourcemodel.com

Preise

Preise Traumatherapie

Pauschal: Pro 75 min. € 120,–

Was übernimmt die Krankenkasse?

Private Kassen und Private Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten für Psychotherapie anteilig. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Versicherung. Eine Abrechnung der Psychotherapie über die Gesetzliche Krankenkasse ist nicht möglich.

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